Geschäftsbericht 2016

Bericht des Verwaltungsrates der Messepark Bern AG

Sehr geehrte Aktionärinnen,
sehr geehrte Aktionäre

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Verfahren für die Realisierung der neuen Multifunktionshalle BEmotion Base abschliessend geklärt werden. Das zukunftsweisende Projekt, welches die Festhalle ersetzen soll, wurde im März 2017 unter Einbezug breit abgestützter Interessengruppen, Experten und Spezialisten gestartet. Ziel ist es, eine flexible und attraktive multifunktionale Eventhalle zu realisieren, welche einerseits die betrieblichen und finanziellen Anforderungen eines zukunftsorientierten Event- und Kongressbetriebs erfüllt und andererseits den städtebaulichen Bedürfnissen bestmöglich gerecht wird. Damit ein so ambitioniertes Projekt wie die BEmotion Base realisiert werden kann, sind eine solide Kapitalbasis und ein bewährtes Finanzierungssystem im Kerngeschäft der Messepark Bern AG zwingende Voraussetzung.

Wir sind mit dem Resultat des Geschäftsjahrs 2016 zufrieden. Aufgrund der Messezyklen fallen die Ergebnisse in den geraden Jahren normalerweise weniger gut aus als in den ungeraden Jahren. Dies spiegelte sich im ergebnisabhängigen Mietanteil von der BERNEXPO AG, welcher 2016 im Vergleich zum Vorjahr um CHF 0,47 Mio. gesunken ist. Um die gleiche Summe reduzierte sich der Betriebsertrag: Dieser betrug im Berichtsjahr CHF 7,78 Mio. (-5,6% gegenüber 2015). Der Betriebsaufwand stieg vor allem wegen höherem Unterhaltsaufwand und umfangreicheren Projektkosten für die BEmotion Base um CHF 0,14 Mio. Folglich sank das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) um CHF 0,61 Mio. auf CHF 5,92 Mio. Nach Abschreibungen von CHF 5,02 Mio. (-1,7% gegenüber Vorjahr) resultierte ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von CHF 0,90 Mio., welches um CHF 0,52 Mio. tiefer ausfiel als im Vorjahr. Die Hypothekarschulden wurden im Berichtsjahr im Umfang von CHF 4,62 Mio. auf CHF 22,52 Mio. amortisiert, was 2016 zu einem tieferen Finanzaufwand führte. Nach einem Jahresgewinn 2015 von CHF 0,31 Mio. resultierte im Berichtsjahr ein Jahresverlust von CHF 0,16 Mio. Dieser entstand hauptsächlich aufgrund des tieferen ergebnisabhängigen Mietanteils von der BERNEXPO AG.

Die Messepark Bern AG ist nach wie vor ein finanziell gesundes Unternehmen, was sich unter anderem in der Eigenkapitalquote von 67,6% (+3.6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr) spiegelt.

Auch wenn die BEmotion Base einen wesentlichen Teil der Aktivitäten der Messepark Bern AG ausmacht, müssen zudem die bestehenden Immobilien und Räumlichkeiten laufend optimiert werden, um als attraktive Ausstellungs- und Kongressflächen zur Verfügung gestellt werden zu können. Die Messepark Bern AG hat daher – wie auch die BERNEXPO AG – per 1. Juli 2016 ihre Facility-Management-Leistungen an den externen Anbieter Post IMS AG ausgelagert. Der Entscheid fiel aufgrund einer eingehenden Evaluationsphase, die aufgezeigt hatte, dass die weitere Professionalisierung des Bereichs Facility Management durch eine Auslagerung deutlich rascher und nachhaltiger vorangetrieben werden kann als mit einem internen Aufbau von Wissen, Erfahrung und Ressourcen. Mit der Auslagerung konnten bereits innerhalb weniger Monate die Betriebssicherheit und die Effizienz gesteigert sowie technische Neuerungen eingeführt werden.

Die BERNEXPO AG ist als Energie-Grossverbraucherin im Kanton Bern eingestuft. Daher hat die Messepark Bern AG auch 2016 Massnahmen ergriffen, um die gesetzlichen Anforderungen betreffend Energieschonung zu erfüllen.

 Zusammen mit einem externen Partner wurden 2016 die notwendigen Schritte für die nächsten Jahre definiert. 2017 werden dabei als erstes Massnahmen mit einer Paybackdauer von weniger als 2,5 Jahren umgesetzt. Bei der Instandhaltung und Optimierung der Liegenschaften wurde vor allem in den Ausbau der Gebäudeleitsysteme, in eine neue Schliessanlage sowie in die Sanierung des Gebäudes 1 aus dem Jahr 1984 investiert.

Das Areal rund um das BERNEXPO-Gelände, sprich Allmend, muss immer komplexeren Bedürfnissen von verschiedenen Anspruchsgruppen aus den Bereichen Sport, Freizeit und Erholung sowie den Erfordernissen des öffentlichen und individuellen Verkehrs gerecht werden. Für uns ist es dabei zentral, dass unsere Möglichkeiten als Messe-, Event- und Kongressveranstalter nicht eingeschränkt werden. Die Bedürfnisse der Anspruchsgruppen werden unter der Projektbezeichnung Entwicklungsschwerpunkt ESP Wankdorf koordiniert. Wir sind dabei aktiv in den Arbeitsgruppen und in der Behördendelegation vertreten.

Wir sind uns unserer Verantwortung für die Allmend bewusst und unterstreichen dies mit dem Projektwettbewerb für die BEmotion Base. Durch dieses qualitätssichernde Verfahren leisten wir einen wichtigen Beitrag, um optimal auf die Bedürfnisse unterschiedlichster Anspruchsgruppen zu antworten.

Daniel Kramer

Präsident des Verwaltungsrates